Gespräch in einer Apotheke.
Kundin: "Meine Tochter ist krank, vielleicht ist es Vogelgrippe."
Apothekerin: "Dann geb ich ihnen mal gleich die Große Packung Tamiflu."
Kundin: "Vielen Dank, dann kann ja jetzt nichts mehr passieren."
Dieses absurde Gespräch hat tatsächlich stattgefunden. Vor etwas mehr als einem Monat in der Königsapotheke Solln.
Nun mag manch einer glauben die Vogelgrippe sei eine extrem gefährliche Krankheit und der vorbeugende Schutz ist sinnvoll.

Leider falsch, nun ist die Vogelgrippe endlich nach Deutschland gekommen, aber es ist noch immer eine Tierseuche. Das bedeutet, dass es sehr unwahrscheinlich ist sich anzustecken, es sein denn, jemand würde rohes Hühnerfleisch essen oder auf engstem Raum mit infiziertem Geflügel zusammenleben.
In Deutschland ist das eher selten und deshalb ist es auch kein Wunder, dass fast alle Menschen die an der Vogelgrippe Erkrankt sind aus dem engen Südostasien kommen.
Außerdem muss gesagt werden, dass in Deutschland lediglich die Wildtiere davon betroffen sind, Zuchtvögel sind nicht betroffen, und selbst wenn sie es wären würde der Virus durch das kochen des Fleisches hundertprozentig vernichtet.
Und jetzt sind wir bei dem Problem des Gegenmittels: Wie das Robert-Koch-Institut bestätigte ,es ist nur 2 Tage nach der Ansteckung wirksam. Eine prophylaktische wird nicht empfohlen, da die Symptome für Vogelgrippe und normale Grippe nicht zu unterscheiden sind und die Abwehrstoffe dann nicht mehr wirken. Außerdem horten die ganzen Menschen das Medikament und im Falle eines Falles wären die Regale auverkauft.
Die große Befürchtung von allen Experten ist natürlich, dass das Vogelgrippevirus eines Tages von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Wenn das der Fall ist, dann hat sich die Vogelgrippe mit der menschlichen Grippe verschmolzen, alle bisherigen Mittel wären unbrauchbar.
Für diesen Fall rechnet das Robert-Koch-Institut, das mit der Bundesregierung den Nationalen Pandemieplan entwickelt hat, bei einer realistischen Schätzung von etwa 100.000 Toten.
Es würde vor allem die Kinder und Alten treffen, und bis es dagegen kein Gegenmittel gibt kann man zynischerweise nur abwarten und Tee trinken.
Etwas anderes ist unsinnig und schafft nur unnötige Angst. Was mir Angst macht, ist nicht die Vogelgrippe, es ist die Art wie sie vermarktet wird. Seit dem Jahr 2003 starben nach UN-Angaben weltweit insgesamt 91 Personen an Vogelgrippe, allein in Deutschland sterben jeden Monat 5mal so viele Leute bei einem Verkehrsunfall...