Thursday, April 27, 2006

Smoke Kills


Teil 2 meiner kleinen Link-Serie.

Ein herrlicher kleiner Film der uns deutlich macht, welche Folgen Entzug haben kann und der uns zeigt, wie der Elfte September, der Untergang der Titanic und die Lawinsky-Affaire zusammenhängen.

Hier der Link


Wednesday, April 26, 2006

Berthold Brecht: Resolution der Kommunarden

1
In Erwägung unsrer Schwäche machtet
Ihr Gesetze, die uns knechten solln.
Die Gesetze seien künftig nicht beachtet
In Erwägung, daß wir nicht mehr Knecht sein wolln.
In Erwägung, daß ihr uns dann eben
Mit Gewehren und Kanonen droht
Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
Mehr zu fürchten als den Tod.
2

In Erwägung, daß wir hungrig bleiben
Wenn wir dulden, daß ihr uns bestehlt
Wollen wir mal feststelln, daß nur Fensterscheiben
Uns vom guten Brote trennen, das uns fehlt.

In Erwägung, daß ihr uns dann eben
Mit Gewehren und Kanonen droht
Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
Mehr zu fürchten als den Tod.

3

In Erwägung, daß da Häuser stehen
Während ihr uns ohne Bleibe laßt
Haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen
Weil es uns in unsern Löchern nicht mehr paßt.

In Erwägung, daß ihr uns dann eben
Mit Gewehren und Kanonen droht
Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
Mehr zu fürchten als den Tod.


4

In Erwägung: es gibt zuviel Kohlen
Während es uns ohne Kohlen friert
Haben wir beschlossen, sie uns jetzt zu holen
In Erwägung, daß es uns dann warm sein wird.

In Erwägung, daß ihr uns dann eben
Mit Gewehren und Kanonen droht
Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
Mehr zu fürchten als den Tod.
5

In Erwägung: es will euch nicht glücken
Uns zu schaffen einen guten Lohn
Übernehmen wir jetzt selber die Fabriken
In Erwägung: ohne euch reicht's für uns schon.

In Erwägung, daß ihr uns dann eben
Mit Gewehren und Kanonen droht
Haben wir beschlossen, nunmehr schlechtes Leben
Mehr zu fürchten als den Tod.

6

In Erwägung, daß wir der Regierung
Was sie immer auch verspricht, nicht traun
Haben wir beschlossen, unter eigner Führung
Uns nunmehr ein gutes Leben aufzubaun.

In Erwägung: ihr hört auf Kanonen -
Andre Sprache könnt ihr nicht verstehn -
Müssen wir dann eben, ja, das wird sich lohnen
Die Kanonen auf euch drehn!

Wednesday, April 19, 2006








\\\'Kann mich mal jemand erschießen, solang\\\'s mir noch so gutgeht?\\\'


die Bösen: \\\all jene, die einen in das Loch\\\ hinabziehen wollen,\\\ in dem sie selbst leben\\\

Thursday, March 30, 2006

Ich starte mal eine Linkserie....

erster empfehlenswerter Link: http://www.mcvideogame.com/

Ziel des Spieles ist es, den Global Player im Fast-Food-Bereich durch die Untiefen des Marktes zu steuern.

Ob Politiker bestechen, Ernährungsprogramme entwickeln, unliebsame Mitarbeiter feuern, Kühe mit Knochenmehl und Antibiotika füttern oder Regenwald für gentechnisch verändertes Soja roden?

Wer Lust hat die Seiten zu wechseln und nicht vor Drecksarbeit zurückschreckt, der wird an dieser nett animierten Wirtschaftssimulation sein Gefallen finden

Links seht ihr motivierte Mc-Donalds Mitarbeiter auf Kundenfang.

Saturday, February 25, 2006

Wo fängt Lächerlichkeit eigentlich an?

Seit ich in Großstädten wie Berlin und München unterwegs bin, komme ich in den Genuss der Öffentlichen Nahverkehrsmittel. Schlechte Nebenwirkung sind die faschistoid auftretenden Sicherheitskräfte die mit Knarre, Knüppel und Glatze für Unruhe sorgen.












Haben sie mal wieder einen Schwarzfahrer erwischt sind 40 euro fällig, werden dann mal wieder gebührenerhöhungen fällig sagt man gerne, das liegt nur an den schwarzfahrern.
Falls einem die unverschämten Preise (8Euro in den Außenbezirk) zu hoch sind, in München als Student kein Semesterticket besitzt oder man als Harz 4 Empfänger einfach kein Geld hat...












Das Recht auf Freizügigkeit geht nicht weit genug, es muss Recht auf Mobilität geben, zumal Öffentliche Nahverkehrsmittel umweltfreundlicher und billiger als Autos sind.
Im Durchschnitt verursacht ein PKW pro Jahr ca. 2000 Euro externe Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden.
Das wären Ausgaben für Straßenbau ,Lärm, Luftverschmutzung
, Flächenverbrauch, Treibhausgase, die deutlich über den Staatseinnahmen für Autos liegen.

Lächerlich sind dann Kampagnen gegen Schwarzfahrer, moralinsauer und wirklichkeitsfern wird im Schnitt ein Bild von kleinen verdrogten Jungs gezeichnet, die ihre kriminellen Karriere durchs Schwarzfahren beginnen und die Gesellschaft und Verkehrbetriebe bedrohen.
Deshalb einfach mal wieder schwarzfahren und über diese MVG-Propaganda lachen.

Sunday, February 19, 2006

"Der Geist feiert einen kleinen Triumph, wenn immer er eine Wahrheit aussprechen kann."

You'll walk unscathed through musket fire,


No ploughman's blade will cut thee down,



No cutler's horn will mark thy face



And you will be my ain true love.
kleiner texttrick zum abstandhalten, toll...du hast es entdeckt

Saturday, February 18, 2006

Der Zweifel ist ein zäher Vogel

Gespräch in einer Apotheke.
Kundin: "Meine Tochter ist krank, vielleicht ist es Vogelgrippe."
Apothekerin: "Dann geb ich ihnen mal gleich die Große Packung Tamiflu."
Kundin: "Vielen Dank, dann kann ja jetzt nichts mehr passieren."

Dieses absurde Gespräch hat tatsächlich stattgefunden. Vor etwas mehr als einem Monat in der Königsapotheke Solln.
Nun mag manch einer glauben die Vogelgrippe sei eine extrem gefährliche Krankheit und der vorbeugende Schutz ist sinnvoll.Leider falsch, nun ist die Vogelgrippe endlich nach Deutschland gekommen, aber es ist noch immer eine Tierseuche. Das bedeutet, dass es sehr unwahrscheinlich ist sich anzustecken, es sein denn, jemand würde rohes Hühnerfleisch essen oder auf engstem Raum mit infiziertem Geflügel zusammenleben.

In Deutschland ist das eher selten und deshalb ist es auch kein Wunder, dass fast alle Menschen die an der Vogelgrippe Erkrankt sind aus dem engen Südostasien kommen.
Außerdem muss gesagt werden, dass in Deutschland lediglich die Wildtiere davon betroffen sind, Zuchtvögel sind nicht betroffen, und selbst wenn sie es wären würde der Virus durch das kochen des Fleisches hundertprozentig vernichtet.


Und jetzt sind wir bei dem Problem des Gegenmittels: Wie das Robert-Koch-Institut bestätigte ,es ist nur 2 Tage nach der Ansteckung wirksam. Eine prophylaktische wird nicht empfohlen, da die Symptome für Vogelgrippe und normale Grippe nicht zu unterscheiden sind und die Abwehrstoffe dann nicht mehr wirken. Außerdem horten die ganzen Menschen das Medikament und im Falle eines Falles wären die Regale auverkauft.

Die große Befürchtung von allen Experten ist natürlich, dass das Vogelgrippevirus eines Tages von Mensch zu Mensch übertragbar ist. Wenn das der Fall ist, dann hat sich die Vogelgrippe mit der menschlichen Grippe verschmolzen, alle bisherigen Mittel wären unbrauchbar.
Für diesen Fall rechnet das Robert-Koch-Institut, das mit der Bundesregierung den Nationalen Pandemieplan entwickelt hat, bei einer realistischen Schätzung von etwa 100.000 Toten.
Es würde vor allem die Kinder und Alten treffen, und bis es dagegen kein Gegenmittel gibt kann man zynischerweise nur abwarten und Tee trinken.


Etwas anderes ist unsinnig und schafft nur unnötige Angst. Was mir Angst macht, ist nicht die Vogelgrippe, es ist die Art wie sie vermarktet wird. Seit dem Jahr 2003 starben nach UN-Angaben weltweit insgesamt 91 Personen an Vogelgrippe, allein in Deutschland sterben jeden Monat 5mal so viele Leute bei einem Verkehrsunfall...